BENJAMIN TURECEK        

 

 

Navigation 

Home

Auftritte

Biographie

Satirisches

Fotos

Links

Gästebuch

Mail

 

 

ZUM FRANZÖSISCHEN NATIONALFEIERTAG


(von Ben Turecek)

Genau heute feiert die französische Revolution, genau genommen die Erstürmung der Bastille ihren 220. Geburtstag oder

Frankreich seinen Nationalfeiertag.


Am 14.7. 1789 haben die Französinnen und Franzosen die Bastille gestürmt, das Staatsgefängnis, in dem früher die politischen

Gefangenen fest saßen. Die Philosphen der Aufklährung Voltaire, Rousseau, Diderot, Montesquieu und viele mehr hatten

mindestens einmal eine Zeit in der Bastille verbracht, weil sie das absolutistische Regime angriffen und alternative

Gesellschaftskonzepte vorschlugen. Auch Beaumarchais war in die Bastille gesperrt worden, für sein Werk „Le mariage de Figaro“,

in welchem er den Adel und seine Privilegien verspotete. Die Bastille war der Ort, wo alle fest saße, die frei denken und frei

schreiben wollten. Ihre Erstürmung bedeutete ein symbolisches Ende dieser Freiheitsberaubung. Daher sind auch wir Satiriker den

Revolutionärinnen (es waren viele Frauen – soll das auch nicht unerwähnt bleiben) und Revolutionären aus Frankreich zu großem

Dank verpflichtet. Sie leiteten eine Entwicklung ein, die es letztlich auch einem Menschen, wie mir ermöglicht relativ frei zu

schreiben. Auch wenn in der Bastille zur Zeit ihrer Erstürmung nur mehr 7 Gefangene saßen, hatte man doch ein Symbol zu Fall

gebracht, dass die Bedrohung der Freiheit symbolisierte. Und die Revolutionärinnen und Revolutionäre zögerten auch nicht, vom

König selbst ihre sozialen und gesellschaftlichen Rechte zu fordern und sie machten ihm rasch klar, dass ein König seine

Untertanen, aber kein Untertan einen König braucht. Als Ludwig XVI das nicht einsehen wollte (oder konnte, wenn man seinen

Blickwinkel zu verstehen versucht) musste er das mit seinem Kopf bezahlen. Ein grausames Urteil zweifelsohne, aber was ist der

Kopf eines Königs, gegen die Tausenden, die unschuldig in den Straßen verreckten, wegen des selben Königs, der sich einen

Dreck um sie scherte. Das noch viel Blut floß, ja das sich die Revolutionärinnen und Revolutionäre gegenseitig abschlachteten ist

bedauerlich, aber letztlich hatten sie einen Grundstein gelegt für Veränderungen, auch wenn Bonapartes, Bourbonen, Orleans oder

später ein Marschall Pétain versuchten die Uhr zurück zu drehen, Frankreich hat sich letztlich immer für die Freiheit entschieden.

Auch heute noch sind die Französinnen und Franzosen ein Volk, die sich nicht unterdrücken lassen. Selbst wenn man an ihrer

Entscheidung der Wahl des Staatspräsidenten zweifeln kann, wenn es sein muss, heitzen sie ihm gründlich ein. Daher einen

schönen Nationalfeiertag! Vive la France! Vive la liberté!