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ZUM FRANZÖSISCHEN NATIONALFEIERTAG
Genau heute feiert die französische Revolution, genau genommen die Erstürmung der Bastille ihren 220. Geburtstag oder Frankreich seinen Nationalfeiertag.
Gefangenen fest saßen. Die Philosphen der Aufklährung Voltaire, Rousseau, Diderot, Montesquieu und viele mehr hatten mindestens einmal eine Zeit in der Bastille verbracht, weil sie das absolutistische Regime angriffen und alternative Gesellschaftskonzepte vorschlugen. Auch Beaumarchais war in die Bastille gesperrt worden, für sein Werk „Le mariage de Figaro“, in welchem er den Adel und seine Privilegien verspotete. Die Bastille war der Ort, wo alle fest saße, die frei denken und frei schreiben wollten. Ihre Erstürmung bedeutete ein symbolisches Ende dieser Freiheitsberaubung. Daher sind auch wir Satiriker den Revolutionärinnen (es waren viele Frauen – soll das auch nicht unerwähnt bleiben) und Revolutionären aus Frankreich zu großem Dank verpflichtet. Sie leiteten eine Entwicklung ein, die es letztlich auch einem Menschen, wie mir ermöglicht relativ frei zu schreiben. Auch wenn in der Bastille zur Zeit ihrer Erstürmung nur mehr 7 Gefangene saßen, hatte man doch ein Symbol zu Fall gebracht, dass die Bedrohung der Freiheit symbolisierte. Und die Revolutionärinnen und Revolutionäre zögerten auch nicht, vom König selbst ihre sozialen und gesellschaftlichen Rechte zu fordern und sie machten ihm rasch klar, dass ein König seine Untertanen, aber kein Untertan einen König braucht. Als Ludwig XVI das nicht einsehen wollte (oder konnte, wenn man seinen Blickwinkel zu verstehen versucht) musste er das mit seinem Kopf bezahlen. Ein grausames Urteil zweifelsohne, aber was ist der Kopf eines Königs, gegen die Tausenden, die unschuldig in den Straßen verreckten, wegen des selben Königs, der sich einen Dreck um sie scherte. Das noch viel Blut floß, ja das sich die Revolutionärinnen und Revolutionäre gegenseitig abschlachteten ist bedauerlich, aber letztlich hatten sie einen Grundstein gelegt für Veränderungen, auch wenn Bonapartes, Bourbonen, Orleans oder später ein Marschall Pétain versuchten die Uhr zurück zu drehen, Frankreich hat sich letztlich immer für die Freiheit entschieden. Auch heute noch sind die Französinnen und Franzosen ein Volk, die sich nicht unterdrücken lassen. Selbst wenn man an ihrer Entscheidung der Wahl des Staatspräsidenten zweifeln kann, wenn es sein muss, heitzen sie ihm gründlich ein. Daher einen schönen Nationalfeiertag!
Vive la France! Vive la liberté! |