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HAPPY
BIRTHDAY GEORG KREISLER! Am Mittwoch den
18.7. 2007 feiert Georg Kreisler seinen 85. Geburtstag. Kreisler ist ein Pionier
des politischen Kabaretts, der des jüdischen Witzes, des skurrilen, des bösartigen
und des schwarzen Humors. Skurriles:
Kreisler hat eine Reihe von skurrilen Liedern geschrieben. So das Lied von der
Wanderniere oder der Bluntschli. Viele seiner skurrilen Lieder haben auch sehr bösartige
Tendenzen oder gleiten ins Makabere ab, was ein Grundelement der Lieder von
Kreisler ist. Bösartiges:
Kreisler hat einige Bösartigkeiten und Gemeinheiten in seinen Liedern, die
einen guten Kabarettisten ausmachen. Ein gutes Beispiel dafür ist der
Musikkritiker, ein Mann, der keine Ahnung von Musik hat, desto mehr aber von
Kritik. Wenn man manche der heutigen Kritiken liest, dann muss man immer wieder
an das Lied von Kreisler denken, leider sind ja wirklich das die Pointen, die
das Leben schreibt. Schwarzer
Humor: Kreisler war und ist ein Meister des schwarzen Humors, so das Lied vom
„Taubenvergiften“ oder „Bidla Buh“, ein Lied in dem ein Liebhaber
beschrieben wird, der um die Liebe aller Frauen mit der er ein Verhältnis hat,
zu konservieren, die Frauen umbringt. Ein weiteres Highlight des schwarzen
Humors ist das Lied vom „Guaten oiden Franz“. Jüdischer
Humor: Die speziell jiddischen Lieder bilden eine der Glanzleistungen Kreislers,
so die Geschichte vom heimatlosen Gesellen oder das wirklich witzige Lied vom
Onkel Joschi. Politisches:
Kreislers politische Pointen sind gleichzeitig witzig, pointiert, scharf und
zeugen von einer außerordentlichen Beobachtungsgabe. Kreisler hat sowohl das
kapitalistische System, als auch die Fehler des Staatssozialismus aufgegriffen
und der wohlverdienten Lächerlichkeit preisgegeben. Und schließlich bleibt mir
nur zu sagen: „Sie werden sagen, wenn alle das täten, dann würde ja nichts
funktionieren. Ja, wenn alle das täten, wenn alle das täten, dann müssten wir
improvisieren.“ Als
Abschluss bleibt mir noch zu sagen, dass es eine Schande war, wie man mit Georg
Kreisler, der hier stellvertretend für viele Juden, denen es so ging, steht,
nach 1945 und ich unterstütze es von ganzen Herzen, dass er der Arschkriecherei
des offiziellen Österreich jetzt nicht nachgibt.
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