BENJAMIN TURECEK        

 

 

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Einen schönen Nachmittag!

Wir haben der FPÖ ja meiner Meinung nach doch einiges voraus, unter anderem benötigen wir nämlich keine Spitzel, um herauszufinden wo der Jörg Haider eine absolut verfehlte und miserable Politik macht. Gut, dass liegt vielleicht auch an dem Umstand, dass wir glücklicherweise vom Kärntner Landeshauptmann doch etwas weiter entfernt sind, als die Freiheitlichen.

Gut, also ohne Spitzel engagieren zu müssen, können wir bei etwas genauerer Betrachtung feststellen, dass der Herr Dr. Haider nicht in der Lage ist, den Staatsvertrag zu erfüllen. Pardon, ich muss zugeben, wenn es darum geht die Opferthese nachzuweisen dann natürlich schon, aber da glaub ich gibt es in Österreich keinen einzigen Politiker bzw. keine einzige Politikerin, die das nicht schafft.

Dafür tun sie sich dann alle ein bissi schwer, wenn es darum geht, ein Recht zu erfüllen, dass eigentlich nicht einmal der Diskussion bedarf. Es ist eigentlich ein Skandal, dass es überhaupt 51 Jahre gebraucht hat, bis die politische Führung dieses Landes geruht, einmal darüber nachzudenken, wo man es bisher versäumt hat zweisprachige Ortstafeln aufzustellen. Bitte nach 51 Jahren haben es immerhin die Restlichen Parteien einmal geschafft, sich darum zögernd aber doch zu kümmern. – Es hatscht eh ein bisschen, wenn man dem Bundespräsidenten seine wohlmeinenden Mahnungen oder das tiefe Schweigen des Bundeskanzlers betrachtet, bzw. wenn er dann nicht schweigt, wünscht man er würde es, in Hinblick auf seinen runden Tisch mit dem KHD, aber hier gibt es wenigstens ein Einsehen für die Notwendigkeit. Nur ein einsamer Mann in Kärnten sieht es nicht ganz ein, der Mann kapiert nämlich noch immer nicht, dass der Müllhaufen der Geschichte auf ihn wartet und muss daher jetzt auf Kosten der Rechte der Kärntner Slowenen den starken Mann spielen.

Und wenn der Gusenbauer ihn als Fall für die offene Psychiatrie bezeichnet, dann möchte ich diese Beleidigung der offenen Psychiatrie zurückweisen.

In Kärnten gibt es da dann noch zwei weitere etwas eigenartige Gruppierungen den sogenannten KHD und den KAB, wir Young Communists haben darüber nachgedacht, für was wir die zwei brauchen, folgendes Ergebnis: Es braucht sie keiner. Aufgrund ihre Staatsvertragswidrigen Haltung fordern wir die Auflösung dieser beiden Vereinigungen.

Gut jetzt hab ich oft gehört: Das kann man nicht machen, man kann da nicht einfach die Auflösung von KHD und KAB fordern. Vollkommen richtig, deshalb fordern die Young Communists auch das Verbot dieser beiden Verbände.

So, wenn ich mir die Debatte in Kärnten so ansehe, die Slowenen fordern seit 51 Jahren endlich ihr Recht auf Ortstafeln in ihrer Sprache, von den Deutschkärntner hört man nur, dass sie „einsprachige Ortstaferln“ wollen. Dann wäre einsprachig slowenisch wohl der Kompromiss. Aber die Young Communists geben sich auch mit konsequent aufgestellten zweisprachigen Ortstafeln zufrieden, nur das sollte jetzt beizeiten passieren und wenn es nicht passiert, dann schlag ich vor, man setzt das Bundesheer endlich einmal sinnvoll ein und lässt unsere tapferen Soldaten, zweisprachige Ortstafeln aufstellen.

Die Young Communists fordern, dass die Kärntner Slowenen endlich gleichberechtigt behandelt werden und zwar wenn es sein muss halt auch gegen den Willen des Herrn Landeshauptmanns.

Vielen Dank!