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Navigation | SPIEL MIR DAS LIED VOM CHRISTKIND
Eine graue Wolke zog auf über dem kleinen Dorf in Texas, es waren wieder diese Tage, wo die Coca-Cola-Gang das Dorf unsicher machen würde, Joe Weihnachtsmann und seine drei „Rentiere“, wie er sie nannte, einer davon Rudolf, bekannt für seine besondere Bösartigkeit und seinen ständigen Alkoholkonsum. Daher kam auch seine rote Nase. An Bösartigkeit war diese Gang nicht zu überbieten und zu Weihnachten, da war es immer besonders schlimm, die Kinder wurden gezwungen, Cola zu trinken, sonst bekamen sie keine Geschenke und wenn sie Cola tranken, demütigte Joe Weihnachtsmann sie, in dem er die Geschenke in stinkende Socken steckte. Aber auch die Erwachsenen wurden gedemütigt, sie mussten Bacardi-Cola trinken, ein mutiger Saloonbesitzer hatte sich geweigert, nun hängte er zur Abschreckung am Eingang zur Stadt. Die „Rentiere“ sollen ihn vorher brutal gefoltert haben, sagt man, in dem sie ihm geschlagene dreißigtausend Mal: „Rudolph, the rednosed rendeer“ vorspielten. Das taten sie übrigens immer, wenn die Leute nicht schnell genug Bacardi-Cola tranken. Und heute kamen sie wieder, die drei „Rentiere“, die Leute rannten in ihre Häuser, Panik erfüllt. Die drei „Rentiere“ schritten mit finsterer Miene auf den Bahnhof zu, kamen rein und packten den armen Bahnwärter und Rudolf fragte: „Na, warst du wieder ein böser Junge.“ _ „N-n-n-nein, ich habe brav Bacardi-Cola ges-s-soffen.“ stammelte der arme Mann, aber es half nichts, schon fingen sie zu singen an, Rudolf grölte mit seiner scheußlichen Stimme: „Rudolph, the rednosed rendeer.“ Dann begannen sie ihm Bacardi-Cola einzuflößen. Doch plötzlich wurden sie von einem schrillen Flötenton unterbrochen. Es waren hohe und schrille Töne und sie spielten ein altes Lied. Die Rentiere erschraken, sie kannten das Lied, nur einer konnte das sein. Sie eilten hinaus und am Bahndamm gegenüber stand er, „Flöte“ wurde er genannt, immer im langen weißen Gewand mit einem blitzenden Stern am Hut und mit der goldenen Flöte, wo er das Lied spielte. „Wo ist Joe?“ fragte Flöte ruhig. – „Nicht da, siehst du doch, Schwuchtel!“ antwortete Rudolf, in der Hoffnung überzeugend zu wirken. – „Dann hat er noch eine Frist vor seinem Ende.“ sagte Flöte ruhig, wie vorher. „So redet keiner über Joe! DU WIRST STERBEN!“ schrieen die „Rentiere“ und griffen zu ihren Revolvern. Drei Schüsse, drei tote „Rentiere“, so schnell ging das. Flöte wischte sich den Schweiß von der Stirn, steckte den Revolver weg und begann wieder Flöte zu spielen.... Drei Stunden später am selben Tag kam Joe. Der versoffene, brutale, sadistische Joe Weihnachtsmann. Selbst Rudolf hatte ihn gefürchtet, wegen seiner Grausamkeit. Joe liebte es persönlich Kinder zu zwingen, den schwarzen Saft zu trinken, bis ihnen schlecht wurde. Mussten sie erbrechen, begann er zur Strafe zu singen, falsch und grauenvoll und er sang: „Jingle Bells.“ Die Leute weinten dann und flehten um Gnade, aber gerade das gefiel ihm. Doch heute war er wütend, denn als er kam, sah er am Eingang die Leichen seiner Handlanger, jemand hatte es gewagt, die Rentiere zu erschießen. Dafür sollte die Stadt bezahlen, die Colafabrik sollte gesprengt werden und die Stadt in Cola ersaufen. Bös grinste er bei dem Gedanken. Doch plötzlich stutzte er, da stand ein weißer Mann vor ihm und spielte Flöte. „Geh fort, weiße Tunte, so lang du noch kannst. Diese Stadt wird in Cola ersaufen.“ Flöte reagierte nicht, sondern spielte weiter. „Hast du nicht gehört, du Flötenschwuchtel??!!“ brüllte der Weihnachtsmann. „Ich mach dich kalt, wie die andren!“ Flöte spielte weiter. „Jetzt reicht’s! DU WIRST STERBEN!“ – „Das haben die Rentiere auch gesagt.“ sagte Flöte ruhig wie immer. – „Was? Dann hast du sie auf dem Gewissen!“ –„Ja, ich hab sie getötet, genau, wie ich dich töten werde.“ – „Hohoho!“ lachte Joe höhnisch. „Und darf ich erfahren, wer mein....Hohoho... Mörder ist?“ – „Du darfst.“ sagte Flöte ruhig, wie vorhin. „Vor zwanzig Jahren haben wir uns gesehen. Erinnerst du dich nicht?“..... ..... Christkind stand gefesselt und wurde von den „Rentieren“ gehalten, ihm gegenüber stand grinsend Joe und goss Coca Cola über den geliebten Weihnachtsbaum, das einzige was Christkind übergeblieben war. Die Geschenke hatte der Weihnachtsmann gestohlen, um damit die Kinder zu erpressen, dass sie Cola trinken und sie zu demütigen und jetzt noch das. Schließlich zündete er den Baum an, dann wurden die Fesseln gelöst, aber die „Rentiere“ hielten Christkind fest und drückten ihm eine Flöte in die Hand und Joe grinste und sagte: „Komm! Spiel mir das Lied vom Christkind!“.... ..... Joe erschrak: „D-d-du b-b-bist das Christkind.“ stammelte er. Dann griff er zitternd zum Revolver, er hatte noch nicht mal die Hand am Griff, krachte es schon. Joe betrachtete ungläubig die klaffende Wunde, dann brach er zusammen. Christkind steckte den Revolver ein, drehte sich um und ging und im Gehen spielte er noch einmal, das letzte mal das Lied vom Christkind.
Letzte Aktualisierung: 24.04.07 |