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70 Jahre Kriegsbeginn
Gestern vor 70 Jahren, war es soweit, Adolf Hitler marschierte in Polen ein und löste damit den 2. Weltkrieg mit all seinen Kriegstoten, Verfolgten, Ermordeten, Vergasten. Hitler schritt zur Tat um die Welt nach seinem Ebenbild zu formen, einem Ebenbild, das blutverschmiert und voll Hass war. Die Juden, die Zigeuner, die Schwulen, die Behinderten, sie alle störten das ästhetische Empfinden dieses Herren, sie sollten ausradiert werden, mit allen Mitteln die möglich waren und natürlich ihre Nebenerscheinungen, wie Kommunismus, Demokratie, Humanismus.
So begann ein Krieg, der zuerst nach Polen ging, später nach Frankreich, und schließlich in die Sowjetunion, auf dem Weg hinterließen die Nazisoldaten eine Spur von Leichen und Blut in verschiedenen Ländern, die alle zu erwähnen es wohl wert wäre, aber man kennt die Geschichte. Schließlich, nachdem sie auch hier gewütet hatten, bissen sie sich an der Sowjetunion die Zähne aus. Die USA und Großbritannien zeigten in dieser Zeit zumindest die Einsicht sich mit dieser Sowjtunion zu verbünden und die Nazis zurück zu schlagen, unter gemeinsamer Anstrengung (unterstützt von den AntifaschistInnen aller Welt) konnte das Monster, dass sich drittes Reich nannte schließlich erwürgt werden.
Und nachher? Heute verbringt man viel Zeit mit großangelegten Gedenkveranstaltungen und mit den großen Worten, „ dass das nie wieder passieren darf.“ Gleichzeitig aber wird aufgerüstet, werden in den verschiedensten Ländern der großen europäischen Demokratien Gesetze gemacht, die uns an alte Zeiten erinnern, unsere Schottermizzi allen voran. Und es dürfen sich noch immer offen die ehemaligen treffen, jammern, dass sie den Krieg verloren haben und gegen Juden oder Moslems (was halt grad besser passt) hetzen während, die, die sich dagegen wehren von der Polizei niedergeknüppelt werden. Ein kleiner Ladendieb, nicht älter als 14 wird erschossen, Massenmörder von damals werden nicht mehr angeklagt, weil sie ja schon zu alt sind. Eine Hamas beschließt in Palästina, den Judenmord aus dem Geschichtsunterricht zu streichen, der sei erfunden worden, um die PalästinenserInnen besser knechten zu können. Die Linken, die sich gegen diese Grauslichkeiten wehren sollten, werden weiterhin nichts sagen, weil die armen Palis sind ja immer die Opfer. Die Linken aber verbringen ihre Zeit überhaupt damit, herum zu streiten und ihre Sektenkultur zu leben, mit denen wird sich auch nichts ändern. Die Mitte rückt nach rechts und die Rechten rüsten auf. Und dann sollen wir glauben, wenn
jemand sagt: „Wir werden dafür sorgen, dass sich Krieg und Auschwitz
nicht mehr wiederholen“?
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