BENJAMIN TURECEK        

 

 

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70 Jahre Kriegsbeginn


(von Ben Turecek)

 

Gestern vor 70 Jahren, war es soweit, Adolf Hitler marschierte in Polen ein und löste damit den 2. Weltkrieg mit all seinen

Kriegstoten, Verfolgten, Ermordeten, Vergasten. Hitler schritt zur Tat um die Welt nach seinem Ebenbild zu formen, einem

Ebenbild, das blutverschmiert und voll Hass war. Die Juden, die Zigeuner, die Schwulen, die Behinderten, sie alle störten das

ästhetische Empfinden dieses Herren, sie sollten ausradiert werden, mit allen Mitteln die möglich waren und natürlich ihre

Nebenerscheinungen, wie Kommunismus, Demokratie, Humanismus.

 

So begann ein Krieg, der zuerst nach Polen ging, später nach Frankreich, und schließlich in die Sowjetunion, auf dem Weg

hinterließen die Nazisoldaten eine Spur von Leichen und Blut in verschiedenen Ländern, die alle zu erwähnen es wohl wert wäre,

aber man kennt die Geschichte. Schließlich, nachdem sie auch hier gewütet hatten, bissen sie sich an der Sowjetunion die Zähne

aus. Die USA und Großbritannien zeigten in dieser Zeit zumindest die Einsicht sich mit dieser Sowjtunion zu verbünden und die

Nazis zurück zu schlagen, unter gemeinsamer Anstrengung (unterstützt von den AntifaschistInnen aller Welt) konnte das Monster,

dass sich drittes Reich nannte schließlich erwürgt werden.

 

Und nachher? Heute verbringt man viel Zeit mit großangelegten Gedenkveranstaltungen und mit den großen Worten, „ dass das nie

wieder passieren darf.“ Gleichzeitig aber wird aufgerüstet, werden in den verschiedensten Ländern der großen europäischen

Demokratien Gesetze gemacht, die uns an alte Zeiten erinnern, unsere Schottermizzi allen voran. Und es dürfen sich noch immer

offen die ehemaligen treffen, jammern, dass sie den Krieg verloren haben und gegen Juden oder Moslems (was halt grad besser

passt) hetzen während, die, die sich dagegen wehren von der Polizei niedergeknüppelt werden. Ein kleiner Ladendieb, nicht älter

als 14 wird erschossen, Massenmörder von damals werden nicht mehr angeklagt, weil sie ja schon zu alt sind. Eine Hamas

beschließt in Palästina, den Judenmord aus dem Geschichtsunterricht zu streichen, der sei erfunden worden, um die

PalästinenserInnen besser knechten zu können. Die Linken, die sich gegen diese Grauslichkeiten wehren sollten, werden weiterhin

nichts sagen, weil die armen Palis sind ja immer die Opfer. Die Linken aber verbringen ihre Zeit überhaupt damit, herum zu streiten

und ihre Sektenkultur zu leben, mit denen wird sich auch nichts ändern. Die Mitte rückt nach rechts und die Rechten rüsten auf. Und

dann sollen wir glauben, wenn jemand sagt: „Wir werden dafür sorgen, dass sich Krieg und Auschwitz nicht mehr wiederholen“?